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27.03.2014

It's something unpredictable...

Spüre den Wind im Nacken
den Regen, ganz sanft
vergesse mich
folge dem Ruf des Ungewissen
schreibe Worte,
die schon so viele vor mir schrieben
lasse die Zeit an mir vorbeiströmen
doch streife sinusförmig die x-Achse des Glücks
habe Angst, es festzuhalten
weil es dann wirklich wird
und kaputt gehen kann


22.01.2014

'cause with the morning comes the rest of my life...


Ich bin noch nicht im Fluss, viiiiel zu abgehackt alles! Entschuldigt...

und da ist es wieder
dieses Gefühl
bricht über mir zusammen
lässt mich kaum atmen

die Augen werden schwer
blicken
voller Ungewissheit
in diese Welt da draußen

eine Welt voller Farben
die letztendlich
zu einem riesigen, grauen Etwas
aus Angst verschwimmt
Angst vor der Zukunft
vor dem Versagen
vor dem Blick in dein Gesicht
vor der Wahrheit

ich kann nicht stark sein
ich bin nicht stark
ich war es nie
nicht alleine

bemale meine Träume
mit der Farbe deines Lächelns
flüchte mich in die Schönheit des Augenblicks
befreie mich von Gedanken,
die mich des Lebens berauben

was bleibt mir auch anderes übrig?


10.12.2013

just walk away, stop it going on / get too scared to jump if i wait too long

das letzte mal, als ich geträumt habe, habe ich den traum zu tief eingeatmet, jetzt habe ich asthma oder will nicht mehr, will ihn nicht mehr atmen, weil dort unten vielleicht irgendwelche dinge sind, die nicht angerührt werden wollen und ich kann nur immer hoffen, dass du den schmerz ohne worte oder die freude ohne metaphern verstehst, denn wenn ich ihren namen rufe, wer weiß, wer am ende noch heil bleibt.

das letzte mal, als ich geträumt habe, wurde ich um einige organe ärmer und was, wenn du nun die leere stelle in meiner brust siehst? und was, wenn ich nicht mehr weiß, welche rezeptoren wohin gehören oder meine knochen nicht genug nummeriert habe oder einfach nicht mehr zählen kann? ich versuche es ja, ich versuche in der realität zu bleiben und klammere mich so fest an sie, dass mir die nägel ausfallen, und wie gerne würde ich mit dir am abgrund stehen, viel lieber am abgrund als sonstwo, aber ich habe alle karten und schlüssel und geheimen passwörter vergraben und jetzt, naja, es lebt sich auch ohne, auch ohne das extrem, es gibt ja mehr dimensionen als die eine

wie gerne würde ich noch etwas in mir finden, das ich abtrennen und geben kann und wie sehr verfluche ich, dass ich damals irgendwas beschlossen habe, an das ich mich nicht genau erinnern kann, es klopft nur so von innen an meine schädeldecke - wie gerne

würde ich

für dich

zerfallen

ich habe nur einfach keine ahnung, wo ich all meine teile hingesteckt habe, als ich mich am boden des abgrunds wieder aufsammeln musste


22.07.2013

Tonträger, Papier, Pergament

jemand hat mir ein wort
in die knochen gehauen 
ich wollte es nie
ich wollte die risse der welt
nicht schmecken
ich wollte weg
aber sie haben einfach ihre münder genommen
und angefangen zu sprechen
und mir schließlich ein wort
implantiert
ins knochenmark
gesetzt
wie eine marke
das wollte ich nicht
dachte ich
ich hätte mir die ohren zuhalten können
dann wäre ich blank geblieben 
wie ein weißes blatt
und das wollte ich immer
und ich hätte mich wehren können
das weiß ich, weil ich es kenne
sie hätten mich
nicht zeichnen müssen
aber dafür
habe ich jetzt keine angst mehr
im dunkeln
ich hab keine ahnung ob das obere bild schon mal drin war, wenn ja, dann ist das absicht, äh.. neue zusammenhänge, und so!

01.07.2013

I know where we come from, but where do we go?

Ich habe im U-Bahn-Schacht alle Quadrate deines Seins abgelaufen
- alle!
Ich habe geschrieen
- denn das darf man ja jetzt als Volljähriger
Und jetzt stehe ich an der Wand
mit zwei Fingern am vor Erkenntnis überquellenden Kopf
An der grauen Betonwand
stundenlang
am Bahngleis
habe ich alle meine Sorgen und Hoffnungen in kleine schwarze Monitorkästchen geschlagen
in der Erwartung, dass sie verschwinden
die Sorgen und die Kästen
und die Hoffnungen
und der graue viereckige Rand um sie herum
ich habe den Sachverhalt erkannt und analysiert und
die wichtigen Flächen schraffiert
aber
der Teufel ist irgendwie im Detail steckengebliegen
wir haben lange nachgedacht
und unsere Gehirne in Falten gelegt
alle Wortkombinationen durchlaufen, nur nicht die richtige
und immernoch
Fahren die Züge ein
laut
(aber ich nicht mehr)


- Gesellschafts-Erwartungs-müde


18.06.2013

from the ashes

I break, but I'm still not broken - the beauty of life

die meiste zeit sind sie lebendig,
verfolgen mich auf schwarzen rössern
durch tiefe nebelschwaden
ich habe mich an sie gewöhnt - ich liebe sie - will eine von ihnen sein
diese dunkelheit
in den augen haben
morgens sind sie halbtransparent
nachts existent
kohlschwarze seelenschwerter
auf falsche wege begleiten sie mich
durch labyrinthe und gravitationsfelder
stehts
meine adern im griff
manchmal erkenne ich durch einen schleier aus nebel die welt
(oder wohl nur ihre teile)
und ich sehe einem von ihnen direkt in die augen
und sage
ich fürchte mich nicht mehr
vor euch...


03.06.2013

the sky turns green where i end and you begin

I break - once again 

ich habe dir
das ozon vom himmel herunter versprochen
und mich dann nach zwei perioden
in so etwas simplem
wie der hausnummer geirrt
ich habe gelernt
dass ein du das vorhandensein einer ersten person
impliziert
und habe gläserne
hände knochen
und häuserfassaden gesehen
hinter dem glas war oft feuerwerk
manchmal trauernde menschen
ich wäre nie
in den süden gereist
hättest du nicht
den blick auf den boden geworfen
um noch einen letzten lichtpunkt im glaskasten einzufangen
alle sind auf die straße gelaufen
haben den grünen himmel entdeckt
aber ich sehe nur eine zufällige rotverschiebung
die atmosphäre hat deinem atem nicht standgehalten
ich will wieder vor blauem himmel stehen
mit ausgerolltem kartesischen koordinatensystem
und all den richtungen, die wir schon kennen
ich bin zum guten willen verdammt
(dieser trägt schwarze manschetten)
und habe im regen
alle wörter verbrannt
aber
du kannst sie retten

(ja mir gehen langsam die Bilder aus aber tun wir mal so als wär das Absicht)


21.05.2013

chrome

niemand weiß
durch wie viele farben
man noch laufen kann
man sieht nur von vorne auf den roten teil des spektrums
aber
wenn ich ein wenig die blickrichtung ändere
kann ich den ganzen regenbogen wie ein seidentuch
in den händen halten

es weht ein bisschen im wind


13.05.2013

wind of change

will mir die ganze Last von der Seele schreiben
endlich diesen Schmerz vertreiben
will keine Tränen mehr unterdrücken müssen
um in diese Scheinwelt reinzupassen
raus damit
und dann keinen Gedanken mehr daran verschwenden
dieses Schauspiel muss hier und jetzt enden
angestauten Frust von Tagen, Monaten, Jahren
will ich nicht nur aus dem Kopf, nein, aus dem ganzen Leben verjagen
um das Gefühl der Freiheit und Leichtigkeit wieder zu spüren
und nicht nur am Leben zu sein, sondern es zu führen


Wer fliegen will,
muss loslassen,
was ihn runterzieht.


12.05.2013

rechtschreipunksnotdead

ich laufe im kreis
im dreieck
im fünfeck, im siebeneck im
elfeck
(vergesse quadrate,
die wiederholungsrate
der bohème)
und webe meine systeme und probleme
aus gläsernen strukturformeln der zweiten generation
und du bist ein mensch
ich suche und verbrenne,
benenne
du - mensch
ich versuche den geruch der sprachlich-omniszenten
absoluten wortlogik
über meilen hinweg zu schmecken
und stehe empört vor behörden und
schaltern des jüngsten gerichts
um mich irgendwie zu artikulieren
und sie fragen mich und zwar nach meinen
zulassungspapieren
(die kann man immer so leicht verlieren)
und ich sage, ich sei doch künstlerin
und du seist kein mensch, sondern nur ein ganz seltsames tier
aber in wahrheit kenne ich nur die geraden linienförmigen
menschenschritte
ich springe von brücken die zwischen personen
gespannt sind
und stolpere über sorgsam gestapelte
worte von anderen
ich fahre miene fühler aus und taste im dunkeln nach nichtmateriellen
lichtquellen
und du bist ein mensch
ich werfe reflektionen umher und weiß damit nichts anzufangen
versuche auszubrechen
aus den gleisen des berechnenden worttransportes
und schaffe es nicht,
der zug entgleist nicht
und du bist ein mensch und was bin dann ich
ich habe jahrmilliarden auf eine antwort gewartet und jetzt scheitert es
an eurer bürokratie?
ich probiere
den wertnihilismus und den stoizimus und letzten endes
auch den marxismus
und spucke alles wieder aus, zu verstaubt
ich brauche was neues
im lichtkegel der lautsprecher
finde ich nichts neues
nichts neues
gibt es auch im östlichen teil deiner lungen
ich breite jetzt die weltkarte aus
und würfle behutsam die koordinaten
für einen weiteren schachzug
hinter den spiegeln
finde ich etwas neues
ich finde
ich bin eventuell
vielleicht auch so etwas


23.04.2013

wir schreiben keine Gedichte

(I break, break, break.)

an Stefan

mit schwarzer farbe im herzen
und surrealismus
im blut
mit vorzeichenfehlern
in der lunge
und kalten bewussten und unbewussten regenschauern
wolkenverhangen
unerkannt tragisch
die geschärfte komödie
immer in der jackentasche
eine hand auf dem
dunstabzug
ein trenchcoat aus schönem
endzeitstoff
berechnung im blick noch nicht fertige
verwirrte berechnung
verrechnung
in der vorahnung ewige dunkelheit
unverständnis
weltversagen aus kindertagen
angeleint
unwissenheit und durstige ignoranz
rahmenhandlungsbezogen
ungekämmt
über rufende abgründe stolpernd
frage ich diesmal
wer bist du, der du es benennst
und innen und außen
mit drei stichen
wieder verbindest
kontinuität wie kohle
unter verbrennung alter materie aus dem chaos gewinnst
im nebel
fäden zwischen kalten felsen spannst
schwarze löcher annihilierst
damit sie keinem mehr schaden können
und nach jeder pause
den eisernen vorhang
ganz sanft
mit einem flügelschlag
wieder hebst?

(ähm vielleicht sollte ich weniger reden und weniger unkommentiert dastehen lassen und das ist ganz sicher die unsicherste stelle in diesem blog, hier könnte man ihn durchbrechen wenn man will bitte tut das nicht)

18.04.2013

G.U.T.

Ich bin aufgewacht mit einem beschriebenen Zettel neben meinem Bett: 



"vernichtung ist sinn und zweck allen seins"
sagte das proton als protagonist zum anatagonisten und verschwand
nach dem kurzen heroischen tanz
wieder im nichts
bevor es entstanden war
(wegen der energieerhaltung musste es schnell sein)
ich habe mich nie gegen zahlen gewehrt
beschreiben sie doch wozu worte nicht reichen und worte das wozu zahlen nicht reichen
und vielleicht können wir das
verheinheitlichen
zur quantensprache der gravitation oder theorie der worte und zahlen
und die welt dann ganz anders verstehen
und dann müssten wir uns nicht immer umständen anpassen
unsere sprache verbiegen die ganz klar nicht genügt für das was wir beobachten
unsere theorie von der welt
wir könnten gedichte
in formeln beschreiben
gedanken als vorgänge und logische ableitungen einer idee von der anderen
sodass alles objektiv und allgemeingültig wird und jeder jeden versteht
und man nicht mehr sich selbst begreifen muss bevor man die welt
begreift
dann müssen wir keine angst mehr haben, zu direkt zu sein
wenn wir etwas nicht sagen wollen, verpacken wir es in ganz viele rechenschritte
dann sitzt der andere da und darf auflösen obwohl die lösung schon dasteht
das was metaphern sind
dann könnte ich ganz verschwinden und die wirklichkeit sprechen lassen, sie
auf das kleinste unteilbare etwas herunterbrechen
auf quantenebene
funktioniert unser leben sowieso nicht anders als der rest des universums
ab einer gewissen temperatur ist doch alles eins und dann können wir
mit dem geheimnis um uns dieselbe sprache sprechen

(die frage ist nur: wie viel energie ist dazu notwendig)

14.04.2013

sunrays coming...

Ich schreibe diese Zeilen
und der Moment soll ewig verweilen
an Tagen wie diesen
wünscht man sich Unendlichkeit
an Tagen wie diesen
bin ich wieder bereit
für Glück und Zufriedenheit

"It's something unpredictable,
but in the end it's right.
I hope you had the time of your life" ♥

Zum Schluss muss ich hinzufügen, das das Wort fröhlich unverformbar und extrem gurke ist! 
Wenn man das r wegstreicht und die restlichen Buchstaben von "fröhlich" neu anordnet, bildet sich "höflich". Wenn ich jetzt allerdings wieder nur eine Sache verändern will,  wie beispielsweise einen anderen Konsonanten austauschen, transformieren oder gar einen neuen hinzufügen (natürlich geht das auch mit den tollen Vokalen!), geht das nicht! Ich hab echt eeewig darüber nachgedacht und mir fällt nichts ein....sowas... 
:D

01.04.2013

Luz de vela

weit weg
unerreichbar für mich
das Licht einer Kerze in einem dunklen Raum
ein Hoffnungsschimmer
warm und
unantastbar
in sich zu heiß
anmütig
wie Perseus
in den unendlichen Weiten
des wunderschönen Nachthimmels
es scheint zum Greifen nahe
ist so weit entfernt
und spendet doch so viel Trost..

„Wieso kann es nicht immer dunkel sein? 
Ich wäre ein König in meinem Reich. Verneigt euch vor eurer Dunkelheit!
Und ich weiß, keiner blendet besser die Sorgen aus.
Wenn der Tag so schön ist, wieso heißt es bitte dann Morgengrauen?" *

*Sorgenkind, Djin - Ruderboot

28.02.2013

Schneemannarmee

määäh!

niederschlagsgrenzen

was kommt dort vom himmel herunter?
es ist nur schritte weit entfernt
in den schnee gefallen
schuld, die langsam leiser wird
in großen stücken im luftleeren raum versenkt worden
in dunklen kerkern
wo nicht wir wohnen
und wo wir nicht lebensfähig sind
wo andere
wie geister ihre leben ließen
dort sollen wir jetzt unser glück suchen
und verfluchen den unberührten glanz einer neuen epoche
die nie wiederkehrt
und es stürzt und fällt vom himmel auf den boden und durch ihn hindurch
obwohl es viel zu warm ist für schnee
so wie jemand die melodie überm knie zerbrochen hat
wortgewandt zerbrochen gekonnt
verbrochen
wie ein holzbrett oder ein ganz anderes
winterverbrechen
so sind auch alle muster in ganz viele teilchen und in die blanke wahrheit zerfallen
alle schönen muster
alle



24.01.2013

Frühjahrsputz

das Licht aus ihren Augen ist beinahe verschwunden
doch der einst so große Funke ist noch da!
der Funke der Hoffnung
der Lebenswille
die Lebensfreude
er ist das Glitzern in ihren Tränen

ein Lächeln
die Sorge ist kurz verschwunden
der Ballast der Seele
doch er soll jetzt
bald ist Frühling
nein - auf ewig
dem Neuen weichen
dem Glück
der Freude
der Leichtigkeit
und den Blumen
kehrt es weg!
Besen raus!
es gibt schon genug Schmutz...



Swing life awaaaaay :) *_*

23.01.2013

Minusgradwandern





beißende fehler lesen sich stumm in augen und häuten
erzählen von letzten tagen des sommers und von
zerfallsgesetzen der empathie eines wissenden
vom himmel jenseits des fassaden schmückenden
und
gebrochenrational täglich zerbrechenden
unter supermassiven fußtritten fallenden
der erde in jeder hinsicht erlegenen,
an einen strick gefesselten
und freiheit suchenden
und
erzählen geschichten und brennen
uns eis in die köpfe und
kennen alle im dunkeln versunkenen
mitsamt ihren stimmen
sie denken und handeln
wie fossilien im meer
zwischen sandbänken
wie reste
und
beschließen zu schweigen
weil kälte ihnen
so nah
ist

03.01.2013

Ein-Satz-Lyrik

Der Bezug zur Wirklichkeit ist im Prozess der Abstraktion für immer verloren gegangen.
Kunst ist das Finden von Bezügen im absoluten Chaos und eine Umkehrung des Zeitpfeils.
Worte überdecken unterbewusste Gedankenprozesse wie Stimmen das Vakuum niemals überdecken.
Meine anthropologischen Betrachtungen machen sich besser im Nichts.
Aus dem dunklen Ozean kommen Worte ans Licht und schnappen verzweifelt nach Luft.
Die Sonnenuhr geht jede Nacht drei Tage unter Null.
Nachts erwachen die feststehenden Variablen zum Tanz.
Im Wasser tanzende Farben verschwinden aus unseren Gemütern und lassen Andere sprechen.
Langsames Auftauen.
Zwanghaft angeeignetes Schweigen im molekularen Hirnwindungsareal der Stufe vier entsteht.
Absolutes Zahlenverständnis passt sich der Stille an wie ein Lederbezug seinem Stuhl.
Kein Wort benennt die Nacht.


28.11.2012

Die Nadel im Heuhaufen...

Es gibt so viele Farben,
so viele Klänge,
so viele Dinge,
so vieles in der großen, weiten Menge
so viel Tag
und so viel Nacht,
so viele Lügen
und viel zu viel Macht
doch
nur eine Wahrheit,
die einzige,
die so bunt ausgeschmückt und nichtig ist,
dass sie ja fast unglaubbar wird
und sich mit der Lüge misst.