I’m not a man, I’m a machine
Chisel me down until I am clean
I buy books, I never read
And then I’ll tell you some more about me
Beneath the concrete there’s a sound
A muffled cry below the ground
There is a poison in the air
A mix of chemicals and fear
Ich weiß nicht, wie viele Stunden, Wochen, Jahre ich mit dem Versuch verbringe, Geschehenes im Kopf ungeschehen zu machen, zu hoffen, dass über Nacht mein Blut so weit gefriert, dass ich nur noch einen Bruchteil aller Eindrücke der Welt wahrnehmen kann. Alles zu übermalen, das irgendjemand gesehen oder gehört hat. Die Folgen zu minimieren, das Ende abzuwenden. Das hartnäckige Nachbild auf der Netzhaut abzuschwächen, indem ich kein Licht mehr anschalte, alle Spiegel im Haus vermeide und versuche, mich aus der eigenen Existenz zu schälen, um endlich nicht mehr über jede Tatsache zu stolpern, allein aufgrund dessen, dass sie eine ist, dass ihr ein Gefühl anhaftet, aus dem es kein Entkommen gibt. Ich will in einen einsamen, stillen Wald treten und in die Leere starren, bis sie mich aufgenommen hat. Ich will der Welt sagen, dass ich Bescheid weiß, dass ich weiß, wie es eigentlich sein sollte, es so sehr spüre, dass der Unterschied zur Realität fast zu einer neuen Realiät wird.
Vielleicht werde ich irgendwann durch den Schleier aus Ruinen, aus all den Fehlversuchen bemerken, wie sehr alles schwankt, wie weit die Welt ist. Ein Ast im Wind, ein Vogel über dem Feld. Das dumpfe Hallen der Wolkendecke. Der lang vermisste Regen. Der Geruch eines alten Treppenhauses, die Geräusche von Autoreifen unter einem neuen Himmel. Vielleicht sogar ein Blick, wenn ich mich traue, ihn einzufangen. Ich erwache jeden Morgen mit verkrampften Gliedern, ich taue auf, seit ich denken kann, und bin noch immer nicht ganz da.
Und ich weiß nicht, welche Mechanismen am Werk sind, während die Felder und Häuser vorüberziehen, während deine Syntax den Rand des Unbewussten streift. Und ich werde nie fragen, denn die Gefahr ist zu groß, auf etwas zu stoßen, das ich nicht ausradieren will.
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17.09.2015
21.05.2015
Suffocation Blues
Wenn man mich fragt, wieso ich still sein möchte. Frage ich mich das selbst. Ich bin müde, wenn ich noch so wach bin, von all den Worten. Da sind Buchseiten, Akten und Dokumente, noch viel öfter irgendwelche vergessenen Träume, die auf- und wieder abtauchen. Dann stehe ich vor diesem Haufen Papier, und wenn ich einmal nicht still bin, renne ich mitten hindurch. Dann spricht die Verwirrung aus mir. In meiner Vorstellung ist der Moment, in dem ich endlich einen Überblick über die Details habe, so nah. Ich weiß, dass erst das Fundament kommt, dann Stahlbeton, ich weiß, dass man die Wände erst am Schluss streicht. Aber wenn ich den Mund aufmache, fallen mir die Wörter aus.
Es bleibt nicht mehr, als an einen Ort zu fliehen, an dem die Stimmen übersteuert und die Riffs laut sind. Wenn du mich dann fragst, wieso ich still sein möchte, werde ich sagen: damit ich die Musik besser hören kann. Ich habe mir diese paar Wörter zurechtgelegt, aber ich darf mich, während ich sie sage, auf keinen Fall umsehen, sonst regnet auch noch der Rest auf die Erde. Das hat nichts mit Ehrlichkeit oder Authentizität zu tun, denn die Worte, die ich selbst nicht tragen kann, sind Worte, die ich niemals eingeladen habe. Sie gehören nicht hierher. Es sind Eindringlinge, die Vakuum gewittert, an meiner nie abreißenden Vorstellung Blut geleckt haben. Wenn ich nicht still bin, werde ich versuchen, alles gleichzeitig zu sagen. Die Membranen zwischen der Wirklichkeit und meinem alternativen Ende sind diesmal zu dünn, um ein Risiko einzugehen. Nach aufgeben steht mir der Sinn nicht, und die einzige Alternative ist, sich durch die ganzen dunklen Ecken zu wühlen, in denen die leere Hülle der Gefühle von damals schon so heimisch ist wie Fledermäuse in ihren Höhlen. Solange jemand den Takt schlägt, finde ich schon den Weg nach Hause.
19.03.2015
No hesitation, no delay
Ich habe zu wenig Möglichkeiten, laut zu sein, und die Hälfte davon legt auch noch meine ganze Innenwelt offen. Warum wir zwischen Realitätsschichten vermitteln, warum sich mein Hirn irgendwie einfach nicht kooperativ zeigen will und ich das meiste alleine machen muss, das weiß ich nicht, keine Ahnung, aber vielleicht weiß es ja die Gitarre, die mehr Staub gesammelt hat, als gut für sie ist. Oder es wissen all diese Menschen, die ich auf dem Weg irgendwohin sehe, deren Konstellationen ich in meinem Kopf herumschiebe wie Schachfiguren. Vielleicht scheint es, als würde ich meine ganze Gedankenkraft in ein paar Zeilen legen, aber viel lieber hätte ich sie hingeworfen, wie dreckige Socken, irgendwas, und wem es nicht gefällt, kann ja die Musik lauter drehen. So what
P.S: Ich kriege es schon noch hin, vernünftig auf Kommentare zu antworten.
P.P.S: Schneematsch hat jetzt 'ne Seite, deshalb sind in Zukunft auch ein paar sinnigere Sachen zu erwarten, natürlich weiterhin unsinnig.
P.S: Ich kriege es schon noch hin, vernünftig auf Kommentare zu antworten.
P.P.S: Schneematsch hat jetzt 'ne Seite, deshalb sind in Zukunft auch ein paar sinnigere Sachen zu erwarten, natürlich weiterhin unsinnig.
04.03.2015
Der Misanthrop in uns
Ich traue mich einfach nicht mehr, Sachen ins Netz zu stellen, die irgendwie von Bedeutung sein könnten, weil einfach so viel passiert, das garantiert von noch größerer Bedeutung ist, und... irgendwie schreit alles nach Veränderung, aber in welcher Form, weiß ich nicht und kann ich auch nach sehr langem Nachdenken nicht sagen. Was ich weiß, ist wenig:
Dieses Jahr bekommt der Misanthrop in uns keine Sommerpause. (Ich denke an Russland)
Der folgende Abschnitt musste eine Weile auf der Festplatte meines Computers reifen, nicht, weil ich versuche, aus Text Wein zu machen, sondern aus weiter oben genanntem Grund. Und ich habe auch noch einen ganzen Haufen anderer Sachen, die ein ähnlich trübes Schicksal ereilt, weil mich die Konfrontation damit, wenn auch schwer vorstellbar, noch mehr verwirrt als einen Schneematschleser das Schneematschlesen.
Als ich mich an die Komplexität gewöhnte, die aus allem, was ich bin, zu folgen schien, war deine Einfachheit ein zu grelles Scheinwerferlicht. Ich weiß nicht, ob ich einen Chitinpanzer, den ich eines Morgens statt Menschenhaut vorfände, nicht mit weniger Verwirrung tragen würde als Selbige. Nichts ist mir weniger fremd als die Attribute, mit denen eine Person versehen ist, die ich zu sein scheint oder sein soll. Ich sehe mich und sehe einem Leben zu, sehe, wie es sich bewegt, wie es sich verändert, in einem verzerrten Spiegel. Ich bin nur im Verstehen ich selbst. Das Verstehen ist dunkel und deckend wie die Nacht, es beobachtet und lässt die Neuronen feuern, wie sie wollen. Manchmal fällt mir plötzlich, vollkommen überraschend, ein, dass ich eine Hülle habe, die mit der Welt interagiert, dass genau das diese Weise ist, auf die sie das tut, aber was davon ich zu verantworten habe, welche Namen sich wirklich mit meinem Wesen decken, nach welchem System alle inneren Bilder vergeben werden, das weiß ich nicht. Ich vergesse alles für eine Weile, wenn ich vom Aufnehmen müde bin und in einer kleinen Verzweigung, einer vergessenen Gehirnwindung mit etwas Glück eine Idee finde, die mich aus einer falschen in eine echte Welt holt.
Vor dem Spiegel stehen und nach einem Namen suchen, der mir heute passen würde. Vergebens. Dafür fliegt ein Teil von mir in gewohnter Weise jenseits aller Horizontlinien im Konjunktiv herum.
Dieses Jahr bekommt der Misanthrop in uns keine Sommerpause. (Ich denke an Russland)
---
Der folgende Abschnitt musste eine Weile auf der Festplatte meines Computers reifen, nicht, weil ich versuche, aus Text Wein zu machen, sondern aus weiter oben genanntem Grund. Und ich habe auch noch einen ganzen Haufen anderer Sachen, die ein ähnlich trübes Schicksal ereilt, weil mich die Konfrontation damit, wenn auch schwer vorstellbar, noch mehr verwirrt als einen Schneematschleser das Schneematschlesen.
Als ich mich an die Komplexität gewöhnte, die aus allem, was ich bin, zu folgen schien, war deine Einfachheit ein zu grelles Scheinwerferlicht. Ich weiß nicht, ob ich einen Chitinpanzer, den ich eines Morgens statt Menschenhaut vorfände, nicht mit weniger Verwirrung tragen würde als Selbige. Nichts ist mir weniger fremd als die Attribute, mit denen eine Person versehen ist, die ich zu sein scheint oder sein soll. Ich sehe mich und sehe einem Leben zu, sehe, wie es sich bewegt, wie es sich verändert, in einem verzerrten Spiegel. Ich bin nur im Verstehen ich selbst. Das Verstehen ist dunkel und deckend wie die Nacht, es beobachtet und lässt die Neuronen feuern, wie sie wollen. Manchmal fällt mir plötzlich, vollkommen überraschend, ein, dass ich eine Hülle habe, die mit der Welt interagiert, dass genau das diese Weise ist, auf die sie das tut, aber was davon ich zu verantworten habe, welche Namen sich wirklich mit meinem Wesen decken, nach welchem System alle inneren Bilder vergeben werden, das weiß ich nicht. Ich vergesse alles für eine Weile, wenn ich vom Aufnehmen müde bin und in einer kleinen Verzweigung, einer vergessenen Gehirnwindung mit etwas Glück eine Idee finde, die mich aus einer falschen in eine echte Welt holt.
Vor dem Spiegel stehen und nach einem Namen suchen, der mir heute passen würde. Vergebens. Dafür fliegt ein Teil von mir in gewohnter Weise jenseits aller Horizontlinien im Konjunktiv herum.
verursacht von
julymorning
zu Stunde
23:48
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Alltagsguerilla,
Free Jazz,
Hirnschmalzknete
20.12.2014
It used to be a mystery, a secret book to unwind
Während das Fallen stagniert, windet sich ein roter Faden durch Äste und Häuser, das Äther, Wege, die ich zu oft gehe und deren Ziel ich vergesse, ein Material, aus dem Träume und Fenster gleichsam sind, ein Versuch der Interaktion mit einer transluziden Schicht der Außenwelt, eine Reise durch das Crystallinum, dahinter vertraute Blicke deiner alten Götter, die zu Figuren geworden sind, unfähig, aus ihren eigenen Gewohnheiten auszubrechen, aus ihrem Göttersein, das sie seit Ewigkeiten mit sich herumtragen wie eine schwere Last, von der sie müde sind.
Der Himmel fragt: Wie viel ist offen? Wie viele Wege gibt es noch in die warmen Häuser, wenn die Menschen die Fenster schließen und ihre Heizungen aufdrehen? Irgendwas verpasst, dann steht man in der Kälte und fühlt sich dort mehr zuhause als irgendwo sonst. Ich trage den Winter überallhin, ich lasse ihn durch das Glas hindurch mit dem Kaminfeuer spielen. Ich lasse ihn meine Schritte umfluten und über alles einen Schleier aus Schneeflocken legen, aus Nebel und Reif, aus Isolation und dem Auftauen im Inneren. Ich lese Hieroglyphen darin, Geschichten in den Fraktalen Strukturen des Schnees und der Baumkronen gleichermaßen.
Der Gedanke ergibt ein Bild, das man nur ganz vorsichtig an den Flügeln berühren kann. Viele tausend Kilometer über uns wirbelt nichts den Mondstaub auf.
Der Himmel fragt: Wie viel ist offen? Wie viele Wege gibt es noch in die warmen Häuser, wenn die Menschen die Fenster schließen und ihre Heizungen aufdrehen? Irgendwas verpasst, dann steht man in der Kälte und fühlt sich dort mehr zuhause als irgendwo sonst. Ich trage den Winter überallhin, ich lasse ihn durch das Glas hindurch mit dem Kaminfeuer spielen. Ich lasse ihn meine Schritte umfluten und über alles einen Schleier aus Schneeflocken legen, aus Nebel und Reif, aus Isolation und dem Auftauen im Inneren. Ich lese Hieroglyphen darin, Geschichten in den Fraktalen Strukturen des Schnees und der Baumkronen gleichermaßen.
Der Gedanke ergibt ein Bild, das man nur ganz vorsichtig an den Flügeln berühren kann. Viele tausend Kilometer über uns wirbelt nichts den Mondstaub auf.
verursacht von
julymorning
zu Stunde
14:39
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fotografie,
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26.11.2014
When the seasons circle sideways out of turn
And words don't speak just fall across the carpet
Tage im Kalender schwarz anstreichen, warten und sie aus dem Bewusstsein verbannen, einen Schatten den alten Mauern schenken - willst du interpretiert oder verstanden werden? Weder noch, sage ich und balanciere auf der Grenze.
Tage im Kalender schwarz anstreichen, warten und sie aus dem Bewusstsein verbannen, einen Schatten den alten Mauern schenken - willst du interpretiert oder verstanden werden? Weder noch, sage ich und balanciere auf der Grenze.
23.11.2014
vierdreizehn
You're unbelievable
Ah, so unbelievable
Ah, you ruin everything
Oh, you better go home
I'm unbelievable
Yeah, I'm undefeatable
Yeah, let's ruin everything,
Blast it to the back row
Manchmal braucht man die richtige Portion Gleichgültigkeit, manchmal muss man sagen "ich rotz das einfach jetzt so hin" und sich nicht mehr umdrehen, nicht mehr in den Spiegel schauen, die Gedanken wegwerfen, bevor sie gedacht werden, die Veränderung überholen, erkennen, wie viel eigentlich wirklich egal ist, und nicht bei dieser Erkenntnis sitzen bleiben - dahinter ist alles, worauf wir so lange warten... ich schreib mir selber einen Brief, aber vielleicht wird er nie zugestellt, was geht alles im Nebel verloren, damit man den Blick frei hat, vielleicht müssen wir mal wieder ein paar Hefte verbrennen, ein paar Strichpunkte setzen, öfter die Sterne sehen, unsere Namen vergessen, die mentalen Strichlisten in der Wüste vergraben, den Kompass ins Meer werfen und... nur nicht stehenbleiben, wenn es laut wird...
Ah, so unbelievable
Ah, you ruin everything
Oh, you better go home
I'm unbelievable
Yeah, I'm undefeatable
Yeah, let's ruin everything,
Blast it to the back row
Manchmal braucht man die richtige Portion Gleichgültigkeit, manchmal muss man sagen "ich rotz das einfach jetzt so hin" und sich nicht mehr umdrehen, nicht mehr in den Spiegel schauen, die Gedanken wegwerfen, bevor sie gedacht werden, die Veränderung überholen, erkennen, wie viel eigentlich wirklich egal ist, und nicht bei dieser Erkenntnis sitzen bleiben - dahinter ist alles, worauf wir so lange warten... ich schreib mir selber einen Brief, aber vielleicht wird er nie zugestellt, was geht alles im Nebel verloren, damit man den Blick frei hat, vielleicht müssen wir mal wieder ein paar Hefte verbrennen, ein paar Strichpunkte setzen, öfter die Sterne sehen, unsere Namen vergessen, die mentalen Strichlisten in der Wüste vergraben, den Kompass ins Meer werfen und... nur nicht stehenbleiben, wenn es laut wird...
03.10.2014
ich habe irgendwie vergessen, wie die ganze magie ging, die ich immer später in die dinge hineininterpretiere
mit der schwere leben - gedanken ordnen - in anderen wolken wohnen
im moment herrscht stillstand, meine großen worte sind so klein, dass ich sie nichtmal mehr zwischen den sofaritzen finden kann, wir machen schnitzeljagd auf gefühle, während die welt ihr schauspiel - eigentlich unkommentiert - eigentlich - vollzieht, als wäre nichts gewesen. ich lerne den himmel auswendig. das da oben ist der über venedig.
12.08.2014
Wir müssen wissen, aber werden wir auch wissen?
Wir müssen endlich wieder lernen, Dinge nicht so schwer zu nehmen, nicht so ernst, in sich zu wissen, dass die Welt viel tiefer geht als all das, dass diese Fragen nichts bedeuten und nur harmloses Theaterspiel auf der Oberfläche, eine Schicht Farbe auf der Erde sind. Dass das Leben leichter ist als die Welt. Die ist schwer, ja, aber nicht dieses ganze Zeug. Die Suche nach Sinn, alles nur Spiel. Kann ich mir das ins Gehirn einprogrammieren lassen?
30.06.2014
Abiturrede (by popular demand)
julymorning hat vor einer Menge Leute diesen Text zusammengestottert: :)
[ falsch zugeordnete Zitate von Marc-Uwe Kling:
„Es ist erstaunlich, was man alles erreichen kann, wenn man sich nicht darum kümmert“
„Es ist erstaunlich, was man alles erreichen kann, wenn man sich nicht darum kümmert“
- Angela Merkel
- Das Arbeitsamt ]
Das ist es also. Ein letztes mal Show, bevor ein neuer Alltag
beginnt. In letzter Minute noch gefeilt, am Lächeln, an den Worten. Die Würfel
sind gefallen, die Karten werden neu gemischt und wir ziehen Bilanz. Rien ne va
plus, könnte man meinen, doch das ist nur eine Seite der Medaille oder des
Pokerchips. Große Worte, die uns einschüchtern. Abitur, Verantwortung, Beruf.
Es fällt bereits schwer, sie auszusprechen, sie klingen wie der Ernst des
Lebens und es scheint, als hätten wir nun keine Wahl mehr, als uns in ein
System einzuordnen, in die Gesellschaft einzugliedern und zu Unterstützern der
Bürokratie zu werden, während wir einen weiteren Antrag ausfüllen und uns mit
jeder Sekunde im Wartezimmer einer Behörde älter vorkommen. Jetzt denkt niemand
mehr für uns, und, obwohl wir in den letzten zwölf Jahren eine Menge gelernt
haben – wie etwa, dass Teamwork eigentlich nicht existiert, Wikipedia natürlich
absolut keine zuverlässige Quelle ist und es möglich ist, auf ein Referat, das
man in zwei Stunden zusammengezimmert hat, noch elf Punkte zu bekommen – fühlt
es sich jetzt seltsam an, wankend, einen ersten Schritt in unbetretenes Gebiet,
in den Mondstaub zu setzen. Es fühlt sich sogar so seltsam an, dass man in
einem schwachen Moment dazu neigt, einfach die bereits gepflasterte Straße
entlangzulaufen, sicher in den Fußstapfen anderer zu bleiben, denn wenn uns
unsere eigene Fehlerhaftigkeit und Unvollkommenheit schmerzlich bewusst wird,
die Unmöglichkeit, all den Erwartungen gerecht zu werden, die von verschiedenen
Seiten auf uns niederregnen, and if your head explodes with dark forebodings
too, I'll see you on the dark side of the moon.
Wenn wir ständig damit beschäftigt sind, unser Gesicht zu
wahren, die perfekte Fassade aufrechtzuerhalten, laufen wir Gefahr, zu
vergessen, wer wir sind: ein Produkt Milliarden Jahre langer natürlicher
Selektion, beginnend mit dem Urknall, ein Bewusstsein, etwas, das sich nicht in
Kategorien einteilen und quantifizieren lässt – so sehr man es auch versucht.
Wieso sollten wir uns noch länger damit aufhalten, so zu tun, als wären wir
weniger, als bestünde unser Wert nur darin, welche Zahl oben auf dem
Abiturzeugnis steht, wer sein Leben am Besten im Griff hat, wer das schönste
Lächeln hat oder den lückenlosesten Lebenslauf. Dafür, uns den Anforderungen zu
fügen und als Stütze des Systems unsere Rolle einzunehmen, haben wir noch mehr
als genug Zeit. Und das werden wir wohl auch irgendwann tun, manche mit mehr,
manche mit weniger Erfolg, aber ich will nicht, dass das zu unserem
Lebensinhalt wird, dass die Frage, ob man alles richtig gemacht hat, im
Repertoire der klugen Fragen verbleibt, denn sie ist es nicht, denn es gibt
nichts, was zweifellos und vollkommen richtig ist, keinen aufgezwungenen
heiligen Weg, nach dem wir uns richten müssen, und wenn es einem so vorkommt,
dann nur, weil die innere Stimme oder das, was so hochtrabend Intuition heißt,
irgendwo unter Bergen von Erwartungen, angestrebter Konformität und
destruktiver Selbstkritik verschüttet ist. Vielleicht ist es heute an der Zeit,
mit dem Vorschlaghammer zu kommen und etwas anderes zu zertrümmern. Nämlich die
Fassaden, an denen wir so lange bauen, damit ja niemand auf die Idee kommt, man
könnte irgendeinem gesellschaftlich anerkannten Ideal nicht entsprechen. Diese
Mauern haben kein Recht, unseren Träumen Grenzen zu setzen, unserer Melodie ein
Thema vorzugeben und unsere Vielgestaltigkeit in die Schranken zu weisen. Denn
der Stoff, aus dem unsere Träume sind, ist der Stoff, aus dem wir sind.
verursacht von
julymorning
zu Stunde
13:08
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Hirnschmalzknete,
literarisch
10.04.2014
Fragerunde
Von Elena, danke dafür!
1) Wenn du eine Person deiner Wahl etwas fragen dürftest, worauf die Antwort komplett ehrlich wäre, was würdest du fragen?
Wahrscheinlich meinen Vater, da wäre so einiges.
2) Nimm das nächstliegendste Buch, schlag Seite 55 auf. Was steht in Zeile 4?
Die nächstliegenden Bücher sind alle russisch... deshalb habe ich etwas geschummelt. "...und alle waren sie Trinker und saßen gleich mir lieber vor einem halben Liter Elsässer als vor einer Damenkapelle."
3) Ein Anagramm aus deinem Namen?
Unjaliochsvack
4) Welches ist das Datum, an das du dich immer gerne erinnerst?
06.04.13. Das ist auch das einzige Datum, das ich noch irgendwie auswendig weiß.
5) Das Alter, für das du geschätzt wirst?
Laut den Busfahrern, die immer davon ausgehen, dass ich eine Kinderkarte brauche, 14. Eigentlich bin ich 18.
6) Welche ist die schönste Stadt, die du besucht hast?
Oh gott, es gibt so viele, und es kommt drauf an, ob ich schön gerade als wirklich einfach schön oder als interessant oder sonstwas auffasse, aber ich würde sagen, St. Petersburg, gefolgt von Venedig & Vicenza
7) In welcher Stadt möchtest du mal wohnen?
In London, davon träume ich, seit ich mal dort war... ist aber eher utopisch.
8) Gibt es einen Fehler, den du immer wieder begehst?
Nicht nur einen. Ich schiebe immer Dinge auf, um mein Zukunfts-Ich zu ärgern. Ich vergesse immer wieder, was ich will. Versuche, es allen recht zu machen. Aber ich arbeite daran.
1) Wenn du eine Person deiner Wahl etwas fragen dürftest, worauf die Antwort komplett ehrlich wäre, was würdest du fragen?
Wahrscheinlich meinen Vater, da wäre so einiges.
2) Nimm das nächstliegendste Buch, schlag Seite 55 auf. Was steht in Zeile 4?
Die nächstliegenden Bücher sind alle russisch... deshalb habe ich etwas geschummelt. "...und alle waren sie Trinker und saßen gleich mir lieber vor einem halben Liter Elsässer als vor einer Damenkapelle."
3) Ein Anagramm aus deinem Namen?
Unjaliochsvack
4) Welches ist das Datum, an das du dich immer gerne erinnerst?
06.04.13. Das ist auch das einzige Datum, das ich noch irgendwie auswendig weiß.
5) Das Alter, für das du geschätzt wirst?
Laut den Busfahrern, die immer davon ausgehen, dass ich eine Kinderkarte brauche, 14. Eigentlich bin ich 18.
6) Welche ist die schönste Stadt, die du besucht hast?
Oh gott, es gibt so viele, und es kommt drauf an, ob ich schön gerade als wirklich einfach schön oder als interessant oder sonstwas auffasse, aber ich würde sagen, St. Petersburg, gefolgt von Venedig & Vicenza
7) In welcher Stadt möchtest du mal wohnen?
In London, davon träume ich, seit ich mal dort war... ist aber eher utopisch.
8) Gibt es einen Fehler, den du immer wieder begehst?
Nicht nur einen. Ich schiebe immer Dinge auf, um mein Zukunfts-Ich zu ärgern. Ich vergesse immer wieder, was ich will. Versuche, es allen recht zu machen. Aber ich arbeite daran.
27.03.2014
It's something unpredictable...
Spüre den Wind im Nacken
den Regen, ganz sanft
vergesse mich
folge dem Ruf des Ungewissen
schreibe Worte,
die schon so viele vor mir schrieben
lasse die Zeit an mir vorbeiströmen
doch streife sinusförmig die x-Achse des Glücks
habe Angst, es festzuhalten
weil es dann wirklich wird
und kaputt gehen kann
den Regen, ganz sanft
vergesse mich
folge dem Ruf des Ungewissen
schreibe Worte,
die schon so viele vor mir schrieben
lasse die Zeit an mir vorbeiströmen
doch streife sinusförmig die x-Achse des Glücks
habe Angst, es festzuhalten
weil es dann wirklich wird
und kaputt gehen kann
verursacht von
pandora
zu Stunde
22:43
Matschkomponenten:
Alltagsguerilla,
Anarchie und Schmetterlinge
19.03.2014
Deine Götter sind auch nur Menschen
Stell dir vor, es ist Demokratie und keiner geht hin. (pandora)
Also, heute war ein komischer Tag, noch ist er aber nicht zu Ende, ich habe in Sozialkunde den Impressionismus und den Expressionismus vermischt, ein Papiermodell wurde von aggressiver Luft zerstört und was ist eigentlich aus dem spontanen einfach-sein geworden?
Wir sind gleichzeitig alt und neu. Unzerbrechlich, dafür zeitvergessen. Matschiges wird demnächst erzeugt werden. Ich denke zur Zeit nur noch in Elementarteilchenmetaphern, zum Beispiel denke ich, dass wir Menschen einfach nur Quantenfluktuationen sind und dass, sobald wir versuchen, uns zu definieren, nichts mehr funktioniert, genau wie beim Doppelspaltexperiment und der Unschärferelation, und außerdem noch mehr Zeug, das ganz sicher keiner hören will. Physikreferat sei Dank.
Das hier ist mein NOCH-ZU-LESEN-Stapel. (die kleine Version.)
09.03.2014
Bestandsaufnahme
Wir müssen ja ankündigen, dass wir noch existieren, und in ganz guter Form eigentlich. Die Welt hat wieder Sinn, zumindest in dem Maße, wo es noch angebracht ist, dass sie Sinn hat, damit der Unsinn nicht ganz verdrängt wird. Ja, cool.
Jedenfalls könnt ihr, wenn ihr euch für das persönliche Schicksal ääääääh überhaupt für irgendwas von julymorning interessiert, euren Wissensdurst jetzt hier stillen.
Ansonsten hier eine kurze Bestandsaufnahme des bisher Geschehenen:
- Pandora hat, wie bereits erwähnt, die Kolibris, und hoffen wir mal, dass das sie kreativ bereichert
- Ich hab ziemlich viel Gedankenchaos durchlebt und sortiere gerade meine Ziele
- Bald ist das Abitur, möge es an uns unbemerkt vorbeigehen
- Kamera wird demnächst wieder ausgepackt, dafür gibts jetzt ein altes Bild...
- Keine von uns beiden weiß, was nach der Schule zu studieren ist, und doch ist das ja einigermaßen ziemlich extrem elementar wichtig, um mal meinen Mathelehrer zu zitieren
- Es wird warm. Der Winter war kalt und eingegraben, versteckt, festgefroren und ein bisschen, ein kleines bisschen neu. :)
Jedenfalls könnt ihr, wenn ihr euch für das persönliche Schicksal ääääääh überhaupt für irgendwas von julymorning interessiert, euren Wissensdurst jetzt hier stillen.
Ansonsten hier eine kurze Bestandsaufnahme des bisher Geschehenen:
- Pandora hat, wie bereits erwähnt, die Kolibris, und hoffen wir mal, dass das sie kreativ bereichert
- Ich hab ziemlich viel Gedankenchaos durchlebt und sortiere gerade meine Ziele
- Bald ist das Abitur, möge es an uns unbemerkt vorbeigehen
- Kamera wird demnächst wieder ausgepackt, dafür gibts jetzt ein altes Bild...
- Keine von uns beiden weiß, was nach der Schule zu studieren ist, und doch ist das ja einigermaßen ziemlich extrem elementar wichtig, um mal meinen Mathelehrer zu zitieren
- Es wird warm. Der Winter war kalt und eingegraben, versteckt, festgefroren und ein bisschen, ein kleines bisschen neu. :)
07.03.2014
wir sind theoretisch noch da
pandora hat die Kolibris. Und ich kriege keinen Satz zusammen. nirgends. Die Wörter sprechen nicht mit mir. Aber bald gibt es Neues, und zwar fundamental Neues, und dann erzähl ich euch, wie ich zerfallen bin und in den Trümmern eine Konstante gefunden habe, und wie die Welt sich immernoch dreht, irgendwie.
22.01.2014
'cause with the morning comes the rest of my life...
Ich bin noch nicht im Fluss, viiiiel zu abgehackt alles! Entschuldigt...
und da ist es wieder
dieses Gefühl
bricht über mir zusammen
lässt mich kaum atmen
die Augen werden schwer
blicken
voller Ungewissheit
in diese Welt da draußen
eine Welt voller Farben
die letztendlich
zu einem riesigen, grauen Etwas
aus Angst verschwimmt
Angst vor der Zukunft
vor dem Versagen
vor dem Blick in dein Gesicht
vor der Wahrheit
ich kann nicht stark sein
ich bin nicht stark
ich war es nie
nicht alleine
bemale meine Träume
mit der Farbe deines Lächelns
flüchte mich in die Schönheit des Augenblicks
befreie mich von Gedanken,
die mich des Lebens berauben
was bleibt mir auch anderes übrig?
verursacht von
pandora
zu Stunde
23:41
Matschkomponenten:
Alltagsguerilla,
Anarchie und Schmetterlinge
10.12.2013
just walk away, stop it going on / get too scared to jump if i wait too long
das letzte mal, als ich geträumt habe, habe ich den traum zu tief eingeatmet, jetzt habe ich asthma oder will nicht mehr, will ihn nicht mehr atmen, weil dort unten vielleicht irgendwelche dinge sind, die nicht angerührt werden wollen und ich kann nur immer hoffen, dass du den schmerz ohne worte oder die freude ohne metaphern verstehst, denn wenn ich ihren namen rufe, wer weiß, wer am ende noch heil bleibt.
das letzte mal, als ich geträumt habe, wurde ich um einige organe ärmer und was, wenn du nun die leere stelle in meiner brust siehst? und was, wenn ich nicht mehr weiß, welche rezeptoren wohin gehören oder meine knochen nicht genug nummeriert habe oder einfach nicht mehr zählen kann? ich versuche es ja, ich versuche in der realität zu bleiben und klammere mich so fest an sie, dass mir die nägel ausfallen, und wie gerne würde ich mit dir am abgrund stehen, viel lieber am abgrund als sonstwo, aber ich habe alle karten und schlüssel und geheimen passwörter vergraben und jetzt, naja, es lebt sich auch ohne, auch ohne das extrem, es gibt ja mehr dimensionen als die eine
wie gerne würde ich noch etwas in mir finden, das ich abtrennen und geben kann und wie sehr verfluche ich, dass ich damals irgendwas beschlossen habe, an das ich mich nicht genau erinnern kann, es klopft nur so von innen an meine schädeldecke - wie gerne
würde ich
für dich
zerfallen
ich habe nur einfach keine ahnung, wo ich all meine teile hingesteckt habe, als ich mich am boden des abgrunds wieder aufsammeln musste
das letzte mal, als ich geträumt habe, wurde ich um einige organe ärmer und was, wenn du nun die leere stelle in meiner brust siehst? und was, wenn ich nicht mehr weiß, welche rezeptoren wohin gehören oder meine knochen nicht genug nummeriert habe oder einfach nicht mehr zählen kann? ich versuche es ja, ich versuche in der realität zu bleiben und klammere mich so fest an sie, dass mir die nägel ausfallen, und wie gerne würde ich mit dir am abgrund stehen, viel lieber am abgrund als sonstwo, aber ich habe alle karten und schlüssel und geheimen passwörter vergraben und jetzt, naja, es lebt sich auch ohne, auch ohne das extrem, es gibt ja mehr dimensionen als die eine
wie gerne würde ich noch etwas in mir finden, das ich abtrennen und geben kann und wie sehr verfluche ich, dass ich damals irgendwas beschlossen habe, an das ich mich nicht genau erinnern kann, es klopft nur so von innen an meine schädeldecke - wie gerne
würde ich
für dich
zerfallen
ich habe nur einfach keine ahnung, wo ich all meine teile hingesteckt habe, als ich mich am boden des abgrunds wieder aufsammeln musste
verursacht von
julymorning
zu Stunde
17:28
Matschkomponenten:
Alltagsguerilla,
Anarchie und Schmetterlinge,
Free Jazz
12.11.2013
the end of the line
Ich bin verunsichert. Ein bisschen leer. Wisst ihr, was seltsam ist? Man kann seine ganze Existenz auf eine Aufgabe richten. Und dann irgendwann ist man fertig, entspannt sich, und weil sie so umfangreich war, hat man etwas vergessen, das einen dann ärgert. Klingt jetzt nicht spektakulär. So ist es dem Hitler-Attentäter Georg Elser ergangen und jetzt auch mir, weil ich gerade meine Seminararbeit über ihn abgegeben habe und nun gar nicht mehr weiß, was ich mit meiner Existenz anfangen soll. Ich habe seit einer Woche an nichts anderes gedacht. Und was ist jetzt? Überlebt habe ich. Ein Bisschen beruhigt mich noch, dass noch Referate ausstehen und kleine Tests, aber im Großen und Ganzen ist alles so bedeutungslos. Wenn es doch nur irgendendeine Aufgabe gäbe, die übrig ist... irgendeine, die wichtig und groß und unmöglich genug ist! Ich bin ganz ratlos, was ich mit der jetzt erlangten Freiheit anfangen soll und muss erst den Sinn des Lebens wieder finden, der ja scheinbar nicht im Seminararbeitschreiben steckt. Nunja. Leute, schreibt euch Abgabetermine am Besten falsch auf, sodass ihr einen Monat früher fertig seid.
Pendeln zwischen Stress und Lethargie, Panik und Phlegma, Hochleistungsphasen und - und? Und nichts. Die hören scheinbar nicht auf, außer dann, wenn es wirklich wichtig ist.
Das war jetzt eher uninteressantes Gequatsche aus dem Leben von äh, mir, aber ich hatte das Ende dieser Strecke so als großes scheinendes Licht in Gedanken und habe mir vorgenommen, gleich danach alles zu machen, was ich aufgeschoben habe... auch den Blog... aber jetzt ist hier nur eine Mauer. Ich hoffe, ihr kommt damit zurecht. Der künstlerische Anspruch wird später wieder gesteigert, versprochen.
Irgendwie kann ich gar nicht mehr anders, als bei den Aufgaben alles zu geben, auch wenn ich dann nicht schlafen kann und alles andere nur halbherzig aufgenommen wird. Auch jetzt würde ich lieber noch weiterschreiben, dies und das ausbessern und ausbauen, selbst wenn ich körperlich am Ende bin. Das ist hauptsächlich der Grund, weshalb hier so lange kein toller Content mehr generiert wurde, der nicht von pandora wäre. Ich glaube, mein Gehirn will sich vom Körper losmachen und zu einer Hochleistungs-Rechenmaschine werden. Fragt sich warum, denn die Ergebnisse sind eher kläglich.
Und womit endet diese Elegie?
Es wird alles wieder gut. Jetzt kann ich die tausend überfälligen Bücher lesen und dahinvegetieren. Jippe.
Pendeln zwischen Stress und Lethargie, Panik und Phlegma, Hochleistungsphasen und - und? Und nichts. Die hören scheinbar nicht auf, außer dann, wenn es wirklich wichtig ist.
Das war jetzt eher uninteressantes Gequatsche aus dem Leben von äh, mir, aber ich hatte das Ende dieser Strecke so als großes scheinendes Licht in Gedanken und habe mir vorgenommen, gleich danach alles zu machen, was ich aufgeschoben habe... auch den Blog... aber jetzt ist hier nur eine Mauer. Ich hoffe, ihr kommt damit zurecht. Der künstlerische Anspruch wird später wieder gesteigert, versprochen.
Irgendwie kann ich gar nicht mehr anders, als bei den Aufgaben alles zu geben, auch wenn ich dann nicht schlafen kann und alles andere nur halbherzig aufgenommen wird. Auch jetzt würde ich lieber noch weiterschreiben, dies und das ausbessern und ausbauen, selbst wenn ich körperlich am Ende bin. Das ist hauptsächlich der Grund, weshalb hier so lange kein toller Content mehr generiert wurde, der nicht von pandora wäre. Ich glaube, mein Gehirn will sich vom Körper losmachen und zu einer Hochleistungs-Rechenmaschine werden. Fragt sich warum, denn die Ergebnisse sind eher kläglich.
Und womit endet diese Elegie?
Es wird alles wieder gut. Jetzt kann ich die tausend überfälligen Bücher lesen und dahinvegetieren. Jippe.
02.10.2013
I could have written books for you
Versteckt, vergraben, verkrochen, aufgesteiegen, gefallen. Ich hab' dich vermisst, sage ich. Es sind doch erst ein paar Minuten vergangen - aber was zählt, ist die Menge der Ereignisse in diesen Paar Minuten.
Kleine Wahrheiten hängen und fallen als Blätter, trocknen aus und bleiben doch immer wahr. Schnell dranhängen, bevor der Boden verschwindet, noch ist Zeit, noch ist Leben.
Ich brauche noch ein wenig. Pandora segelt in der Weltgeschichte herum und traut sich nicht, ihre Gedichte hier reinzustellen, und ich traue mich nicht, überhaupt irgendwas zu tun. Manchmal scheint mir jede Art der Interaktion so unglaublich anstrengend, dass ich glaube, es nicht aushalten zu können. Immer dieses Berechnen, Hineinversetzen, Denken, Fühlen, all die Farben und Ängste. Manchmal ist Ruhe schöner. Manchmal gibt es auch gar keine Option außer die Ruhe.
Wie auch immer, Schneematsch ist aufgetaut, und während draußen die Welt untergeht - zu merken an herumwuselnden, schreienden und fluchenden Fünftklässlern, einer Mensa, die keinen Sinn mehr ergibt und omnipräsenten Herbstflauten - versuche ich einmal, den ganzen Prozess etwas aufzuhalten, indem ich ein paar Worte an das große Orakel richte, das ich mir allerdings nur einbilde. Ihr seht schon, so ein Sprung in der Logik verwirrt selbst die gewohnten Springer. Was für ein Unsinn.
Und hier seht ihr eine Hommage an einen Beitrag von uns (wer findet ihn?) von Elena (ANTIPAST) - ein wunderschöner, tief sinkender und lauter Blog. Ich bin geehrt und begeistert. Ab jetzt ist das unter Sinn-Frei-Guerilla zu finden, das zweite Ding in der Sidebar - auch ihr könnt mitmachen.
Kleine Wahrheiten hängen und fallen als Blätter, trocknen aus und bleiben doch immer wahr. Schnell dranhängen, bevor der Boden verschwindet, noch ist Zeit, noch ist Leben.
Ich brauche noch ein wenig. Pandora segelt in der Weltgeschichte herum und traut sich nicht, ihre Gedichte hier reinzustellen, und ich traue mich nicht, überhaupt irgendwas zu tun. Manchmal scheint mir jede Art der Interaktion so unglaublich anstrengend, dass ich glaube, es nicht aushalten zu können. Immer dieses Berechnen, Hineinversetzen, Denken, Fühlen, all die Farben und Ängste. Manchmal ist Ruhe schöner. Manchmal gibt es auch gar keine Option außer die Ruhe.
Wie auch immer, Schneematsch ist aufgetaut, und während draußen die Welt untergeht - zu merken an herumwuselnden, schreienden und fluchenden Fünftklässlern, einer Mensa, die keinen Sinn mehr ergibt und omnipräsenten Herbstflauten - versuche ich einmal, den ganzen Prozess etwas aufzuhalten, indem ich ein paar Worte an das große Orakel richte, das ich mir allerdings nur einbilde. Ihr seht schon, so ein Sprung in der Logik verwirrt selbst die gewohnten Springer. Was für ein Unsinn.
Und hier seht ihr eine Hommage an einen Beitrag von uns (wer findet ihn?) von Elena (ANTIPAST) - ein wunderschöner, tief sinkender und lauter Blog. Ich bin geehrt und begeistert. Ab jetzt ist das unter Sinn-Frei-Guerilla zu finden, das zweite Ding in der Sidebar - auch ihr könnt mitmachen.
13.09.2013
Netzsuche
Wenn ich schweigen könnte, würde ich schweigen. Wäre das Aussage genug, wäre es genau die Aussage, die ich treffen will, aber in dieser Welt muss man schreien, um beim Schweigen überhaupt bemerkt zu werden, das ist das Problem mit dem Nichts, man kann einfach nicht darüber reden. Stattdessen drehen die Worte nur eine Runde durch den Raum, um dann im Sturzflug wieder in mich hinein zu fallen und sich dort mit all den anderen Teilchen auszulöschen, mich von innen zu zerstören und nur noch einen Umriss übrig zu lassen, der aber auch verschwimmt, sobald es neblig wird.
Aber könnte ich es, würde ich schweigen.
Ich laufen den ganzen Tag auf Dornen, auf einem Drahtseil, auf eckigen Kanten und unstabilen Formen, wanke, versuche, die Linie nicht zu verlassen oder zu übertreten, ohne mich daran erinnern zu können, mir das jemals ausgesucht zu haben. Alles, was ich wollte, ist ein Boden. Einer, auf dem man gehen und denken kann und der einem nicht die Füße zersticht. Noch nicht entschieden zwischen aufgefangen werden wollen und langsam aus der kollektiven Erinnerung der Welt verblassen, muss ich weiter meine Schritte berechnen, nur auf die Ritzen treten und niemals auf den sicheren Pflasterstein, nur... warum?
Ich schreie in die Leere und schweige in den vollen Raum, sitze im Glashaus und werfe mit Steinen, aber das Glashaus ist gar kein Glashaus, sondern ein Ereignishorizont.
Aber könnte ich es, würde ich schweigen.
Ich laufen den ganzen Tag auf Dornen, auf einem Drahtseil, auf eckigen Kanten und unstabilen Formen, wanke, versuche, die Linie nicht zu verlassen oder zu übertreten, ohne mich daran erinnern zu können, mir das jemals ausgesucht zu haben. Alles, was ich wollte, ist ein Boden. Einer, auf dem man gehen und denken kann und der einem nicht die Füße zersticht. Noch nicht entschieden zwischen aufgefangen werden wollen und langsam aus der kollektiven Erinnerung der Welt verblassen, muss ich weiter meine Schritte berechnen, nur auf die Ritzen treten und niemals auf den sicheren Pflasterstein, nur... warum?
Ich schreie in die Leere und schweige in den vollen Raum, sitze im Glashaus und werfe mit Steinen, aber das Glashaus ist gar kein Glashaus, sondern ein Ereignishorizont.
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